AI-Start
守Deine Daten

Der heikelste Punkt zuerst: Datenschutz, Cloud Act, eigene Infrastruktur.

Diese Frage hält die meisten ab. Darum steht sie hier vorne und nicht im Kleingedruckten. Ich rechne dir beide Wege offen vor — und du entscheidest selbst.

一Der eine Weg

Alles im eigenen Haus.

Eigene Server, eigene Modelle, nichts verlässt das Gebäude. Das ist technisch möglich — und es hat einen Preis, den man kennen sollte, bevor man ihn ausspricht.

一

Hardware

Zwischen CHF 100'000 und 600'000, je nach Grösse und Anspruch.

二

Betrieb und Strom

Ab CHF 2'500 im Monat aufwärts — Rackserver und Strom inbegriffen. Nach oben offen.

三

Personal und Wartung

Jemand muss das betreiben: einrichten, aktualisieren, Störungen beheben. Entweder eine Stelle im Haus oder ein Vertrag mit jemandem, der es kann. Dieser Posten läuft weiter, wenn die Hardware längst bezahlt ist.

四

Redundanz für den Ausfall

Fällt die Maschine aus, steht die Arbeit. Betriebssicherheit heisst ein zweites System, das übernimmt — und das verdoppelt einen Teil der Hardware.

五

Wann sich das rechnet

Wenn du ein grosses Unternehmen bist und alle auf der eigenen Infrastruktur arbeiten. Dann verteilt sich der Aufwand auf viele Schultern und die Rechnung geht auf.

二Der andere Weg

Teampläne, die dich schützen.

Bei den Team- und Geschäftsplänen der grossen Anbieter werden deine Inhalte nicht zum Training verwendet und nicht in diesem Sinne gespeichert. Das ist der Unterschied zum kostenlosen Konto, und es ist der Grund, warum dieser Weg für die meisten Betriebe überhaupt in Frage kommt.

Trotzdem gilt: Das muss jeder für sich selbst entscheiden — und je nach Branche gehört die Frage zum Anwalt, nicht auf eine Website. Was ich dir sagen kann, ist die Erfahrung aus der Praxis.

Es kann gut sein, dass du achtzig Prozent deiner Daten nutzen darfst und die Kundendaten nicht. Dann arbeitest du eben mit achtzig Prozent. Das ist immer noch achtzig Prozent mehr als heute — und genau darum geht es an diesem Tag: ein System, das trennt, was hineindarf und was nicht →

三Open Source

Und die freien Modelle?

Willst du ein Open-Source-Modell selbst betreiben, ist der Aufwand immens. Lässt du es von jemand anderem betreiben, bleibt genau das Problem bestehen, das du lösen wolltest: Deine sensiblen Daten liegen wieder bei einem Dritten.

Über die API sind die Kosten zwar günstiger. Aber der technische Aufwand wird dadurch enorm viel komplizierter — und das ist der Posten, den man beim Rechnen gern vergisst.

Fakt ist: Anthropic, OpenAI und Google haben so starke Modelle, dass die freien im direkten Vergleich nicht wirklich mithalten. Ausnahme ist ein Modell, das sehr stark auf deinen eigenen Fall trainiert wurde — und das ist wieder eine Budgetfrage.

Mit Claude und GPT zu arbeiten ist wie Porsche fahren. Mit Open-Source-Modellen ist es ein GTI von VW. Beides fährt. Nur nicht gleich.

四Die Rechnung

Auf fünf Jahre gerechnet.

Die Frage, auf die am Ende alles hinausläuft — und sie lässt sich beziffern.

Eigene Infrastruktur

250'000 – 1'500'000CHF auf fünf Jahre
Hardware, Betrieb, Strom,
Personal und Redundanz

Teampläne

Einige TausendCHF auf fünf Jahre
je nach Anzahl Nutzer

Beides schützt dich, wenn du es richtig aufsetzt. Der Unterschied ist der Faktor zwischen den beiden Zahlen — und die Frage, wofür du dieses Geld sonst einsetzen könntest.

五Meine Haltung

Einfach gewinnt.

Mein Ziel war, AI so zu nutzen, dass der Effekt maximal ist und die Sache einfach bleibt. So einfach, dass sie sich installieren und warten lässt, ohne dass jemand dafür angestellt werden muss.

Kompliziert geht immer. Bei AI ist kompliziert aber auch sehr teuer, und dann steht es in keinem Verhältnis mehr zu dem, was hinten herauskommt.

Die Zeiten haben sich verändert. Das ist eine Chance — aber man muss den Mut haben, anders zu denken. Entscheiden kann das nur jeder für sich selbst.

Was das hier nicht ist

Keine Rechtsberatung. Was für deine Branche gilt, klärst du mit deinem Anwalt und mit den Bedingungen deines Anbieters. Was ich dir am AI-Start zeige, ist, wie du dein System so aufsetzt, dass die Trennung zwischen «darf hinein» und «bleibt draussen» von Anfang an sauber ist.